Donnerstag, 21. September 2017

Demokratische Erziehung

Februar 25, 2010 von  
Kategorie: Eltern & Familie, Entwicklung, Erziehung

Zu den verschiedenen Erziehungsstilen zählen autoritäre, antiautoritäre und demokratische Varianten.Bei der Demokratie wird dem Kind ermöglicht, Entscheidungen gemeinsam mit den Eltern zu treffen und diese fördern dessen Selbstständigkeit.Kinder erlangen früh ein Verständnis von Autorität und Selbstbestimmung, wenn Eltern bei der Erziehung durchdacht Gebote, Verbote, Ratschläge und die Berücksichtigung der Wünsche der Kinder miteinander kombinieren.

Wenn in einer Familie ein Problem auftritt, versuchen meist die Eltern, dieses zu bewältigen. Im Rahmen einer demokratischen Erziehung jedoch suchen sie gemeinsam mit ihren Kindern nach einer Lösung. Hat ein Kind etwa ein schulisches Problem, so gilt es, den Schüler nicht zu strafen, sondern gemeinsam darüber zu diskutieren.

Bestimmte Grundregeln werden von der gesamten Familie erarbeitet. Dies umfasst unter anderem das Wahrnehmen der Schulpflicht und das Respektieren unterschiedlicher Meinungen. Letzteres ist beispielsweise schon bei der regelmäßigen gemeinsamen Wahl des Mittagessens von Bedeutung. Kinder erlernen hier Kompromissbereitschaft, oft im Sinne einer gesunden Ernährung.

Gerade Kleinkinder sollten in einigen Kontexten noch keine Entscheidungen allein bzw. mit der Familie treffen, wenn sie die wesentlichen Aspekte noch nicht begreifen. Hat ein Kind etwa vor, bei Rot über die Straße zu gehen, so ist dies natürlich ohne Kompromisse zu unterbinden.
Ein demokratischer Erziehungsstil vermittelt ein Gefühl von Akzeptanz, Verständnis und Einfühlungsvermögen. Daher steigert er die emotionale Stabilität und Balance und das Vertrauen gegenüber den Eltern und somit auch gegenüber anderen. Eine solche Erziehung unterstützt die Entwicklung eines umfangreichen Sprachvermögens, da sie ein hohes Maß an Kommunikation zwischen Eltern und Kindern voraussetzt. Selbstsicherheit und -vertrauen werden dadurch gefördert sowie die Leistungs- und Lernbereitschaft.
Das Kind erwirbt im sozialen Bereich viele Fähigkeiten, die auch langfristig von großer Bedeutung sind. Dazu gehören Kritikfähigkeit, das Verständnis und Respektieren der Ansichten anderer und die Bereitschaft zu Kooperation. Das Kind lernt, die eigenen Kompetenzen und Talente einzuschätzen und dass sich der Selbstwert aus diesen Fähigkeiten ergibt und nicht aus materiellen Aspekten. Dies kann sich beispielsweise äußern, wenn sich das Kind nicht über Markenkleidung definieren muss, da es über eine ausgeprägte Selbstsicherheit verfügt. Einige Schulen beugen dem vor durch Schuluniformen.
Auch im Erwachsenenalter sind die genannten Eigenschaften vorteilhaft. In der Arbeitswelt sind Teamfähigkeit und selbstständiges Arbeiten von großer Bedeutung, wenn es gilt, Projekte und Probleme anzugehen. Hat Ihr Kind bereits früh entsprechende Fähigkeiten entwickelt, wird es in solchen Situationen weniger Schwierigkeiten haben. Schon als Jugendlicher wird es diese bei Praktika und Jobs einsetzen können.

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