Samstag, 21. Oktober 2017

Handyvertrag ohne Mindestumsatz

März 1, 2010 von  
Kategorie: Sonstiges

Zum besseren Verständnis soll erst einmal der Begriff Mindestumsatz erklärt werden:

Der Kunde muss monatlich einen fest gelegten Umsatz erreichen, dies normal durch entsprechend viele vertelefonierte Gesprächseinheiten. Wenn er diese Gesprächsminuten für den nötigen Umsatz nicht aufgebraucht hat, so muss er trotzdem den vereinbarten Mindestumsatz zahlen. Der Kunde muss also, meist neben der ebenfalls fälligen Grundgebühr, diesen Mindestbetrag, der den vertraglich festgelegten Mindestumsatz zum Inhalt hat, an seinen Vertragspartner zahlen.

Wobei eine Anrechnung des nicht verbrauchten Mindestumsatzes in einem anderen Monat, also normal im nächsten Monat, nicht möglich ist. Außerdem ist im Mobilfunk meist noch zusätzlich vereinbart, dass der Mindestumsatz ausschließlich mit Gesprächszeit erreicht werden muss. Zum Mindestumsatz rechnen auch keine SMS oder andere Dienste im Mobilfunk, sondern sie werden stets gesondert abgerechnet.

Bei diesen Verträgen mit monatlichem Mindestumsatz werden nur die fixen Kosten von der Grundgebühr auf den fest gelegten Mindestumsatz verschoben. Es soll dem Kunden letztendlich wie ein günstiger monatlicher Festpreis offeriert werden.

Es gibt eine andere Art der Handy-Verträge mit Mindestumsatz, bei diesen wird dem Kunden ein Mobilfunk-Vertrag mit einer bestimmten Anzahl von Minuten zum Festpreis offeriert. Solche Vertragsformen nennt man auch Minutentarif. Hier verfallen ebenfalls am Monatsende die nicht genutzten Minuten, wie bei einem Mobilfunk-Vertrag mit Mindestumsatz. Auch beim Minutentarif werden beispielsweise SMS, Sonderrufnummern oder Mehrwertdienste nicht mit den gekauften Minuten abgerechnet, sondern müssen getrennt bezahlt werden.

Diese Mobilfunk-Tarife, die irgend eine Art von Mindestumsatz enthalten, sind nur für diejenigen von Interesse, die Ihr persönliches Telefonierverhalten gut schätzen können. Eine weitere Bedingung hierbei ist eine in jedem Monat in etwa gleich bleibende Gesprächsdauer. Meist wird die Überschreitung des Mindestumsatzes oder der eingekauften Minuten im Minuten-Tarif recht teuer, da jede weitere Gesprächseinheit zu den Standard-Mobilfunktarifen abgerechnet wird.

Sind eine monatliche Grundgebühr und eine Abrechnung nach Takteinheiten für Gespräche im Handy-Vertrag vereinbart, so handelt es sich generell nicht um einen Handyvertrag mit Mindestumsatz. Eine Verrechnung jeder einzelnen Minute oder Sekunde erfolgt bei einem derartigen Handy-Vertrag in einem vereinbarten Abrechnungstakt und zu einem festgelegten Tarif. Telefoniert man monatlich überhaupt nicht, so fallen bei diesem Mobilfunk-Vertrag außer der festgelegten monatlichen Grundgebühr keine weitere Kosten an. Und Ihre Gesprächsminuten bleiben, egal ob Sie monatlich viel oder wenig telefonieren, immer gleich teuer.

Betrachtet man Prepaidkarten nach diesen Aspekten, so sind es auch Handyverträge ohne Mindestumsatz. Beim Prepaidtarif ist zwar erforderlich, mit dem Auffüllen des Guthabenkontos einen fest gelegten Umsatz festzulegen, doch ist hierbei keine zeitliche Befristung zum Verbrauch dieses Prepaid-Kontos fest gelegt, wie es eigentlich bei Mindestumsatz und Minutentarif gilt. Prepaid Handyverträge legen keine Bestimmung fest, wann ein solches Guthaben abtelefoniert werden muss. Ein solches Prepaid-Konto bleibt auch sehr lange Zeit bestehen, selbst wenn man viele Monate gar nicht telefoniert. Die Nutzung des Prepaidkontos ist nicht nur komplett frei gestellt, es gibt auch keine sonstige Kosten, wie eine monatliche Grundgebühr.

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