Donnerstag, 17. August 2017

Insolvenz als Problemlösung

Mai 22, 2011 von  
Kategorie: Aktuelles

Insolvenz bedeutet, dass einem Schuldner nicht mehr möglich ist, seinen finanziellen Verpflichtungen pünktlich und in vollem Umfang nachzukommen. Streng genommen muss ein Unternehmen Insolvenz sofort beantragen, wenn die Liquidität nicht mehr gesichert ist. Ansonsten drohen Geld- oder Haftstrafen wegen Insolvenzverschleppung. Eine Privatperson ist insolvent, sie auf absehbare Zeit nicht in der Lage ist, ihre Außenstände zu begleichen. Dem Unternehmer steht lediglich der Gang zum Amtsgericht offen, wo er Insolvenz beantragt. Ein Insolvenzverwalter wird zunächst vom Gericht eingesetzt. Dieser versucht, das Unternehmen durch entsprechende Verhandlungen mit den Gläubigern zu retten. Er schlägt Zahlungsmodalitäten vor, die das Unternehmen liquide werden lassen. Gleichzeitig stellt er eine Tilgung der Verbindlichkeiten in gewissem Umfang in Aussicht. Es kann auch sein, dass er die volle Tilgung anstrebt, aber die Zahlungstermine zeitlich in die Länge streckt. Weiterhin sucht der Insolvenzverwalter bei Insolvenz nach Kosteneinsparungspotenzialen. Nicht selten ist ein Unternehmen als Rettungsversuch dann von Personalabbau betroffen. Am Ende sichern diese Maßnahmen im Optimalfall den Fortbestand des Unternehmens. Bei Privatleuten sieht das Verfahren vor, dass sich der Gläubiger sechs Jahre an den festgelegten Tilgungsplan hält. Bei entsprechendem Wohlverhalten kann er nach Ablauf der sechs Jahre beantragen, dass ihm die Restschulden erlassen werden. Ein Insolvenzverfahren kann ein guter Lösungsweg sein.

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