Mittwoch, 13. Dezember 2017

Botox: Wundermittel aus der Spritze

Juli 6, 2008 von  
Kategorie: Aktuelles, Eltern & Familie, Gesundheit, Sonstiges

Vom Bösewicht zum Liebling, war es erst das gefürchtete Gift, dann Schönheitsmittel und jetzt die Wunderwaffe gegen zahlreiche Gebrechen-so viel zur Karriere von Botox. Clostridium-botulinum-Bakterien waren ursprünglich bekannt als die klassischen Verursacher von Lebensmittelvergiftungen. Diese Vergiftungen sind in jedem Fall meldepflichtig. Das Botulinumtoxin blockiert den Signalstoff Acetylcholin an der Stelle wo der Nerv auf den Muskel trifft. Es kommt zu einer Art Lähmung an der Betreffenden Stelle.

Wo wird es in der Medizin noch eingesetzt?

Tennis-Ellenbogen: Aufgrund der Annahme, dass es sich um eine chronische Überbeanspruchung bestimmter Muskeln handelt, werden diese durch Botox-Spritzen an der Ellenbogenaußenseite vorübergehend ruhig gestellt.

Schlaganfall: Nicht selten bleiben nach einem Schlaganfall Fehlstellungen zurück. Neuerdings mildert die Medizin diese Spasmen mit Botulinumtoxin. Im Ergebnis sind Pflege und Bewegungsübungen erleichtert, und auch die Schmerzen werden weniger.

Blasenstörungen: Bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson funktioniert oft auch die Blase nicht mehr normal. Entweder ist der Blasenentleerungsmuskel hyperaktiv oder die Abstimmung mit dem Schließmuskel gestört. Auch bei einer Art von Blasenentzündung und Prostatavergrößerung scheint Botox zu helfen.

Schiefhals: Neben Schielen und Verkrampfungen der Augenlider (Blepharospasmus), ist der Schiefhals eine klassische Botox-Indikation.

Kopfschmerzen: Botox gegen chronischen Spannungskopfschmerz ist noch kein etabliertes Therapieverfahren, obwohl schon manche Erfolge damit zu verzeichnen sind, sagt die Migräne-und Kopfschmerzgesellschaft.

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