Zeolith – das selbst kühlende Bierfass

Ein populäres Beispiel für die Anwendung von Zeolith ist das selbst kühlende Bierfass. Diese Erfindung kann bei einigen Brauereien schon erworben werden, das eigentlich Interessante dabei ist jedoch nicht das ständig kühle Bier, sondern die Funktionsweise des Fasses. In dem Behälter um das Bierfass befindet eine mit Wasser getränkte Matte, in einem weiteren Behälter aufgeladener, sprich wasserfreier Zeolith. Beide Behälter sind durch ein Absperrventil getrennt. Wird das Ventil geöffnet. Das Zeolith nimmt das Wasser begierig auf, das verdunstende Wasser erzeugt Verdunstungskälte, die die Wasser matte gefrieren lässt, das Zeolith reagiert mit Wärme auf die Wasseraufnahme. Diese Wärme wird so lange in einem Kreislauf zugeführt, bis das Zeolith wieder trocken ist, also bereit für den nächsten Durchlauf. In diesem Kreislauf geht kaum Energie verloren, der Kühlungsvorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Diese einfache Konstruktion einer Kältemaschine zeigt deutlich, welches Potential Zeolith in der Kältetechnik haben kann, aber auch, wie gut Zeolith Wärme speichern kann. Diese Konstruktion kann beides: Sie erzeugt Kälte, auf der anderen Seite wird bei der Kühlung auch Wärme erzeugt und wieder gespeichert. Es klingt fast, als hätten die Konstrukteure das Perpetuum mobile erfunden, doch benötigt dieser Prozess Hilfe von außen. Ohne die Betätigung des Ventils wiederholt sich dieser Kühlvorgang kein zweites Mal, es wäre sensationell, würde dieser Prozess sich endlos wiederholen.

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